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Geld Sparen

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Geld Sparen: Die ultimative Anleitung für 2019

Wie kann ich Geld sparen? Wo soll ich anfangen zu sparen? Wo finde ich das Geld, um jeden Monat zu sparen? 

Das sind die Fragen, die sich die meisten stellen, wenn sie das Bedürfnis nach mehr Geld haben. 
Dabei sind die Gründe für das Sparen so unterschiedlich wie alles andere im Leben. 
Manche sparen, weil sie mit wenig Geld auskommen müssen, zB Studenten, Arbeitslose oder Menschen mit geringem Einkommen. 

Andere sparen Geld für konkrete Dinge, sei es der nächste Urlaub, ein Auto oder auch für die Altersvorsorge. 

Und einige möchten einfach nur ihr Leben optimieren, Ausgaben senken und das meiste aus ihrem Geld herausholen.

Doch wie geht das? 

In unserer Anleitung zum Geld Sparen erfährst du alles was du wissen musst, um deine Ausgaben in den Griff zu bekommen, einen Sparplan aufzustellen, Sparpotentiale zu entdecken und deine Sparziele zu erreichen. 

Ausserdem helfen wir dir dabei, die richtigen Sparziele und den passenden Kontotyp zu wählen, damit du das meiste aus deinem Geld herausholen kannst.

Eins vorweg: Diese Seite ist lang! Sie beinhaltet alles was du brauchst, um mit dem Sparen anzufangen und um mehr Geld im Monat zu sparen. 

Setze dir ein Lesezeichen oder sicher dir den Link zu dieser Seite, um sie später wiederfinden zu können.

Wie fängt man an Geld zu sparen?

Noch bevor du überhaupt den ersten Euro auf die Seite legst, solltest du dich mit dem Konzept des Sparens vertraut machen. 
Ohne das richtige Mindset wirst du es nie schaffen, deinen Sparplan einzuhalten und deine Sparziele zu erreichen.
Wenn du wirklich Geld sparen möchtest, musst du das Sparen deshalb zu einem festen Bestandteil deines Lebens machen – und auch wirklich daran glauben.
Du musst erkennen, dass der Seelenfrieden, den du durch genug Notfallreserven auf der Seite bekommst, so viel wertvoller ist, als jeglicher Impulskauf.
Du musst verstehen, dass ein sparsames Leben nicht Verzicht, sondern Freiheit bedeutet. 
Und du wirst wissen, dass sich nichts besser anfühlt, als seine Ziele zu erreichen und seine Ersparnisse wachsen zu sehen. 

Lesetipp: Geld sparen – Ein Beginner Guide
Erst wenn du dieses Mindset verinnerlicht hast, steht dir nichts mehr im Weg.

Wieviel Geld sollte man im Monat sparen?

Wer sparen möchte, muss auch Geld zum Sparen haben. Doch wie viel ist für dich richtig?

Wie bei so vielen Dingen im Leben lässt sich das nicht so pauschal sagen. 

ABER! Es gibt natürlich eine Faustregel. 

Diese besagt, dass mindestens 20% des monatlichen Nettoeinkommens zum Sparen verwendet werden soll. 

20% können dabei ganz schön viel sein, wenn man bedenkt, dass einige schon bei der bloßen Deckung ihrer Grundkosten am Ende des Monats nichts mehr übrig haben.

Wieviel spart also der oder die Durchschnittsdeutsche? Laut Angaben der Deutschen Bundesbank sparten die Deutschen in 2018 etwa 10.4% ihres Einkommens. Das ist doch schon ein guter Anfang.
Wie hoch du nun aber deine persönliche Sparquote setzen solltest zeige ich dir gleich. Schauen wir uns doch davor erst an, wie viel Geld zum Leben gebraucht wird.

Wieviel Geld braucht man zum Leben?

Wie viel Geld man jeden Monat zum Leben braucht hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab – nicht zuletzt auch vom eigenen Lebensstil und den persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen.

Natürlich können wir aber auch hier wieder auf Durchschnittswerte zurückgreifen.
So leben deutsche Singles im Schnitt von 1240€ im Monat

Auch Paare geben mit 2480€ im Monat ähnliches Geld pro Person aus. Sie sparen zwar in manchen Kategorien Geld durch das Teilen, geben dafür aber mehr in der gemeinsamen Lebensgestaltung aus.
Eine genaue Aufteilung der Lebenskosten findest du hier: Wie viel Geld brauche ich zum Leben?
Da wir hier über Durchschnittswerte reden, sollten wir uns klar machen, dass es einige Menschen gibt, die deutlich mehr, beziehungsweise deutlich weniger Geld zum Leben ausgeben. 
Was also ist der richtige Sparplan für dich?

Der richtige Sparplan

Am Anfang dieses Abschnittes haben wir über eine Faustregel gesprochen, die dir zeigt, wie du dein Geld am besten aufteilen solltest. 

Das ist die sogenannte 50/20/30 Regel.

Die 50/20/30 Regel besagt, dass 50% deines Nettoeinkommens für die essentiellen Dinge in deinem Leben verwendet werden sollten. Dazu gehören deine Wohnkosten + Nebenkosten, Lebensmittel und Transportation.

20% sollen für deine Sparziele aufgebracht werden. Was alles zu diesen Zielen gehören kann, erfährst du später.

Die übrigen 30% stehen dir für die anderen schönen Dinge im Leben zur Verfügung. Sei es der Kinobesuch mit Freunden oder die nächste Shopping-Tour.

Graph

Wenn wir jetzt einen Blick auf die Statistik zum monatlichen Haushaltsnettoeinkommen der Bundeszentrale für politische Bildung werfen, können wir uns mit der 50/20/30 Regel die folgende Sparpläne errechnen.

(Die Sparpläne basieren auf Durchschnittswerten und dienen lediglich der Veranschaulichung. Dein Haushaltseinkommen kann geringer oder höher sein – wichtig ist, dass die 50/20/30 Regel jedem eine Richtung vorgeben kann.)

Sparplan für Paare mit Kind(ern)

Monatliches Haushaltsnettoeinkommen: 4761€

Essentielle Ausgaben (50%) – 2380,50€
Sparziele (20%) – 952,20€
Sonstige Ausgaben (30%) – 1428,30€

Paare mit Kind(ern) könnten also bis zu 952,20€ im Monat zur Seite legen. Ein beachtlicher Betrag! In der Realität bleibt Paaren mit Kind(ern) – abhängig auch von der Anzahl der Kinder – nicht ganz so viel übrig. Aber auch mit “nur” 10% Sparquote im Monat sind wir schon bei knapp 500€. Das sind ganz schnell 6000€ im Jahr!

Sparplan für Paare ohne Kind

Monatliches Haushaltsnettoeinkommen: 3969€

Essentielle Ausgaben (50%) – 1984,50€
Sparziele (20%) – 793,80€
Sonstige Ausgaben (30%) – 1190,70€

Auch Paare ohne Kinder könnten mit fast 800€ im Monat ihre ideale Sparquote erfüllen.

Sparplan für Alleinerziehende

Monatliches Haushaltsnettoeinkommen: 2357€

Essentielle Ausgaben (50%) – 1178,50€
Sparziele (20%) – 471,40€
Sonstige Ausgaben (30%) – 707,10€

Die Durchschnittliche Sparrate für Alleinerziehende ist also 471,40€. Oft stehen aber vor allem dieser Haushaltsgruppe die höchsten Lebenskosten gegenüber. Gerade wenn mehrere Kinder in einem Haushalt versorgt werden, können die Kosten für die essentiellen und sonstigen Ausgaben schnell über die Durchschnittswerte steigen.

Sparplan für Alleinlebende

Monatliches Haushaltsnettoeinkommen: 2013€

Essentielle Ausgaben (50%) – 1006,50€
Sparziele (20%) – 402,60€
Sonstige Ausgaben (30%) – 603,90€

Alleinlebenden, sei es dem Single oder der Rentnerin, steht das meiste Geld pro Person im Haushalt zur Verfügung. Dafür können sie im Durchschnitt mehr als 400€ im Monat zur Seite legen. 

Geld sparen mit dem Haushaltsbuch

Nun weißt du, was es mit der 50/20/30 Regel auf sich hat und wie du sie auf dein ganz persönliches Leben anwenden kannst. 

Jetzt geht es darum, deine tatsächlichen Ausgaben zu überprüfen und sie deinem Einkommen gegenüberzustellen. 

Am einfachsten geht das mit einem Haushaltsbuch.

Ein klassisches Haushaltsbuch ist nichts mehr, als eine Übersicht aller deiner Einnahmen und Ausgaben. Du kannst ein Haushaltsbuch mit einem Zettel und Stift führen, in einer Excel Tabelle anlegen, oder eine App wie Zuper verwenden. Warum Apps wie Zuper häufig die einfachste Variante sind, erkennst du sicherlich gleich selbst.

Einnahmen und Ausgaben prüfen

Ein Haushaltsbuch sorgt in erster Linie für eins: mehr Überblick. 

Dieser Überblick bildet das Fundament für alle deine Finanzplanungen, ganz egal welche Ziele du verfolgst.

Das klassische Haushaltsbuch hat dafür zwei Spalten: Einnahmen und Ausgaben.
Beginne also damit, deine monatlichen Einnahmen aufzulisten.

Dazu gehören:
- Dein monatliches Gehalt, deine Rente oder Arbeitslosengeld
- Alle Zuschüsse, die du beziehst (Kindergeld, Wohngeld, Unterhaltszahlungen)
- Sämtliche anderen Quellen, über die du Geld einnimmst

Addiere alle Beträge zusammen, um dein monatliches Nettoeinkommen zu erhalten.

Auf die gegenüberliegende Seite deines Haushaltsbuches kommen nun deine monatlichen Ausgaben. ALLE Ausgaben.

Dazu kannst du dir deine Kontoauszüge anschauen und dir alle Quittungen aufbewahren. 
Wenn du deine Ausgaben auflistest, kannst du sie auch gleich schon in sinnvolle Kategorien einteilen. Das sorgt später für einen noch besseren Überblick.

Nimm dir diese Vorschläge als Basis:
- Wohnen: Miete, Nebenkosten, Internet, ...
- Lebenshaltung: Essen, Kleidung, Haustiere, Hygiene, ...
- Finanzprodukte: Versicherungen, Kredite, ...
- Fortbewegung: Auto, öffentliche Verkehrsmittel, ...
- Freizeit: Urlaub, Sport, Bars und Restaurants, ...
- Freunde und Familie: Geschenke

Zuper

Viel schneller und einfacher geht das alles mit der kostenlosen Zuper App für iOS und Android, die deine Einnahmen und Ausgaben automatisch für dich herunterlädt und kategorisiert.

Und jetzt ist es soweit: du kannst die 50/20/30 Regel für dich selbst anwenden!

Rechne dir zuerst die Quoten für dein Einkommen aus.

Denk daran:
- 50% für Essentielles
- 20% für Finanzielles
- 30% für Anderes

Und überprüfe dann deine Ausgaben.

Wie sieht’s aus?

Gibst du in einem Bereich weniger aus, als du könntest? Sehr gut! Das ist Geld, dass du in Zukunft zum Sparen verwenden kannst.

Gibst du in einem Bereich mehr aus, als du solltest? Dann gilt es, hier nach Sparmöglichkeiten zu suchen.

Ein Budget erstellen

Es ist Zeit, dein Wissen in die Tat umzusetzen. 

Erstelle jetzt für jede deiner Ausgabenkategorien ein Budget, also ein Ausgabenlimit, das du im kommenden Monat nicht überschreiten möchtest. 

Dabei kannst du so grob oder detailliert sein, wie du es für dich als richtig erachtest. 
Die 50/20/30 Regel sollte aber dein Minimum sein. 

Ich empfehle dir, noch mindestens einen Schritt weiter zu gehen und dir zu überlegen, welche Ausgabenkategorien für dich in den jeweiligen Bereichen wichtig sind.

Eine Unterteilung könnte so aussehen:

Essentielles
-
Wohnkosten
- Nebenkosten
- Transportation
- Lebensmittel
- Versicherungen
- Telefon + Internet

Finanzielles
-
Notfall-Rücklagen
- Sparziele
- Schuldentilgung

Anderes
-
Shopping
- Ausgehen
- Freizeitaktivitäten

Vor allem bei den essentiellen Ausgaben wirst du vorwiegend auf Fixkosten treffen, die sich nicht ändern lassen und jeden Monat gleich ausfallen werden. 

Nimm dir einen Taschenrechner und ziehe die Fixkosten nacheinander von deinem Budget für Essentielles ab.

Den übrig gebliebenen Betrag kannst du nun auf variable Kosten wie Lebensmittel und Transportation aufteilen.

Bei den finanziellen Ausgaben lässt sich nur sehr schwer eine pauschale Aussage treffen. 
Hier kommt es auf deine ganz individuelle Situation an. 

Im Abschnitt Die richtigen Sparziele aufstellen erfährst du, wie du hier Prioritäten setzen kannst.
Wie du alle anderen Ausgaben budgetierst und einplanst ist vollkommen dir überlassen.

Nicht jeder gibt sein Geld gern beim Shoppen aus und nicht jeder geht am Wochenende gern in ein Café oder eine Bar. 

Nur du kennst dein Leben. 
Und solange du genug Geld für die essentiellen und finanziellen Ausgaben eingeplant hast, kannst du in dieser dritten Kategorie frei entscheiden, wofür du dein Geld ausgeben möchtest!
Lesetipp: Budgets – Alles was du wissen musst

Sparpotential erkennen

Sobald du deine neuen Budgets aufgestellt hast, solltest du deinen neuen Plan mit deinen bisherigen Ausgaben (aus dem Schritt Einnahmen und Ausgaben prüfen) vergleichen.

Wo siehst du die größten Änderungen? Siehst du eine gleichmäßige Reduzierung deiner Ausgaben oder gibt es einzelne Bereiche, in denen du deutlich weniger ausgeben möchtest als bisher? 

In den letzten Schritten sollte dir ganz klar geworden sein, ob – und wo – du über deinen Verhältnissen lebst. 

Du musst dich nun fragen, wie du ein Gleichgewicht herstellen kannst. 

Wenn du Glück hast, hast du bisher zu viel Geld in Restaurants oder für Kleidung ausgegeben. In diesen Bereichen Geld zu sparen sollte nicht zu schwer fallen.

Schwieriger wird es jedoch, wenn du bisher zu viel Geld für deine Miete oder dein Auto ausgegeben hast. 

Änderungen in diesen Bereichen können für große Einsparungen sorgen – sie können aber auch große Teile deines Lebens beeinflussen. 

Wenn du dir zu 120% sicher bist, dass Einsparungen in diesen Bereichen momentan nicht für dich möglich sind, musst du versuchen, die hohen Ausgaben durch Einsparungen in anderen Bereichen zu kompensieren. 

Wer jedoch schon vor dem Erstellen der Budgets weniger ausgegeben hat als man “dürfte”, der hat jetzt die Möglichkeit richtig zu punkten! 

Deine Aufgabe ist es jetzt kreativ zu sein und in deinen Kategorien noch weniger auszugeben.
Denn jeder eingesparte Euro kann den eigenen Sparzielen gutgeschrieben werden.
Hier findest du neue Inspiration zum Sparen: 50 Spartipps, mit denen jeder mehr sparen.

Ausgaben verfolgen

In diesem Schritt geht es darum, deinen Fortschritt zu messen.

Jede neue Ausgabe muss dokumentiert und der entsprechenden Kategorie zugewiesen werden. 
Dafür sehe ich zwei Möglichkeiten:

Wenn du dein Haushaltsbuch in einer Tabelle oder einem Spreadsheet führst, musst du jede deiner Ausgaben von Hand eintragen. Hebe dir dazu Kassenzettel auf und kontrolliere regelmäßig deine Kontoauszüge.

Diese Option ist häufig mühsam und es ist einfach, Ausgaben zu vergessen. 

Die meisten Menschen scheitern an ihrem Haushaltsbuch, weil sie das Aufschreiben ihrer Ausgaben nicht zur Gewohnheit machen können.

Die beste Form des Haushaltsbuches ist deshalb ein digitales Haushaltsbuch, wie die kostenlose Zuper App für iPhones und Android Geräte. 

Mit der Zuper App kannst du in wenigen Minuten alle Budgets erstellen und Ausgabengrenzen festlegen.  

Alle Umsätze auf deinen Konten werden automatisch den jeweiligen Kategorien zugeordnet, damit nichts verloren geht. 

Und du erhältst tägliche Updates, mit denen du genau weißt, wieviel Geld du ausgegeben hast und wieviel dir in jeder Kategorie noch zur Verfügung steht.
Zum kostenlosen Download: Das Zuper Haushaltsbuch

Die richtigen Sparziele priorisieren

Wofür möchtest du das Geld benutzen, dass du jetzt in deinem täglichen Leben sparst?

Bestimmt hast du schon Vorstellungen von einem Urlaub, dem neuen Laptop, oder auch der neuen Küche. 

Doch noch bevor du den ersten Euro für diese Ziele zur Seite legst, musst du dir sicher sein, dass dieses Geld keine anderen Verpflichtungen erfüllen sollte. 

Es liegt in deinem Interesse, Prioritäten zu setzen.

Wenn du Schulden hast, steht deren Tilgung an erster Stelle. Vor allem wenn die Rückzahlung mit hohen Zinsen verbunden ist.

Ebenso wichtig ist es, zuerst genügend Notfallreserven aufzubauen, die dich vor schlechten Zeiten schützen.

Nur wenn du deine Schulden abbezahlt hast und genug Geld auf der Seite hast, um dich auf schlechte Zeiten vorbereitet zu fühlen, solltest du dich um deine anderen Sparziele kümmern.

Schulden abbezahlen

Wer Schulden hat, weiß ganz genau wie schwer es ist, ein neues finanzielles Unterfangen zu starten, solange man noch mit der Tilgung beschäftigt ist. 

Daher solltest du die Tilgung deiner Schulden zu deinem Haupt-Sparziel machen. 

Versuche, den größten Teil deiner 20% zum Abbezahlen deiner Schulden aufzuwenden, um diese so schnell wie möglich loszuwerden.

Strategien zur Tilgung deiner Schulden findest du in diesem Artikel: So kommst du raus aus den Schulden

Notfallreserven aufbauen

Deine zweite Priorität ist das Aufbauen von Notfallreserven – auch bekannt als Notfallfond.
Notfallreserven sind dein Sicherheitsnetz, das dich nachts ruhig schlafen lässt.

Was ist, wenn dein Auto zur Reparatur muss, deine Waschmaschine den Geist aufgibt, oder du deinen Job verlierst? 

Notfallreserven geben dir die Ruhe, die du brauchst, um dich mit gutem Gewissen auf schönere Sparziele fokussieren zu können.

Experten empfehlen drei bis sechs Netto-Monatsgehälter auf der Seite zu haben, um auf das Meiste vorbereitet zu sein.  

Einfache Spartipps für deinen Notfallfond

Der wichtigste Aspekt deiner Notfallrücklagen ist ihre liquidität – die Möglichkeit, zu jeder Zeit sofort auf sie zugreifen zu können. Wie du das am besten anstellst, erfährst du im Abschnitt Das richtige Konto zum Sparen

Kurzfristige Sparziele

Die meisten Sparziele unserer Zuper Nutzer lassen sich als kurzfristige Sparziele beschreiben.
Das sind Sparziele, die meist in weniger als einem oder zwei Jahren erreicht werden können. 

Häufig handelt es sich hierbei um materielle Dinge, sei es ein Fernseher, ein Fahrrad, oder das nächste Smartphone. Auch der Sommerurlaub gehört dazu. 

Wer ganz nett sein möchte, legt jeden Monat etwas Geld für Geschenke zur Seite. 

Geburtstage, Jahrestage und Weihnachten sind jedes Jahr am gleichen Tag – man kann sich also sehr gut darauf vorbereiten. 

Und 20€ jeden Monat sind einfacher zu verkraften als 240€ im Dezember. 

Mein Tipp: Spare neben deinen kurzfristigen Zielen gleichzeitig auch für deine langfristigen Ziele!

Langfristige Sparziele

Langfristige Sparziele gehören zu den schwersten Sparzielen. 

Hier dreht sich alles um Sparziele, für die du mehrere Jahre oder auch Jahrzehnte sparen musst. 

Dabei ist es nicht nur wichtig, auf lange Zeit jeden Monat genug Geld zum Sparen zur Verfügung zu haben, sondern auch die eigene Motivation zum Sparen über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten. 

Die Anzahlung für ein Haus oder auch ein besseres Leben in der Rente wurden uns am häufigsten als langfristige Ziele genannt. 

Besonders für längerfristige Sparziele bedarf es daher einer genaueren Strategie, um auch wirklich das meiste aus seinem Geld herauszuholen.  

Denn neben der Wahl des richtigen Kontos spielt auch Zeit bei den langfristigen Sparzielen eine unglaublich große Rolle!

Das richtige Konto zum Sparen

Konto ist nicht gleich Konto. Vor allem beim Geld Sparen solltest du schon vom Start an die richtige Wahl treffen, denn nicht jedes Konto eignet sich für jedes Sparziel.

Lies weiter um zu erfahren, mit welchem Konto du am besten Geld sparen kannst.

Girokonto zum Sparen

Das Girokonto ist das meist genutzte Konto und wird von vielen auch als Sparkonto genutzt. 

Leider ist es dafür überhaupt nicht tauglich.

Das Girokonto ist das “Basis-Konto” bei den meisten Banken. 

Es kommt mit einer Bankkarte und wir genutzt, um den Lohn oder das Gehalt zu empfangen, Rechnungen zu begleichen und die täglichen Einkäufe zu bezahlen.

Abhängig von der jeweiligen Bank wird für das Girokonto eine Kontoführungsgebühr verlangt. 
Zudem haben Girokonten einen enorm niedrigen Zinssatz. 

Die meisten Kontoinhaber verlieren mit dem Girokonto also eher Geld, als dass sie es sparen.

Dafür ist das Geld jederzeit zugänglich und kann ohne vorherige Anmeldung oder Fristen abgehoben werden.
Das Girokonto eignet sich daher gut für den täglichen Gebrauch – aber definitiv nicht zum Sparen!
Dafür kannst du deine monatlichen Ausgaben reduzieren, indem du ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren wählst.

Girokonten in Deutschland unterliegen der sogenannten Einlagensicherung.

Die Einlagensicherung schützt dich als Bankkunden in Zeiten einer Bankenkrise vor dem Verlust deines Bankguthabens in Höhe von bis zu 100.000€.

Sparbuch zum Sparen

Das klassische Sparbuch ist vielen noch aus ihrer Kindheit bekannt.

Das Sparbuch heißt Buch, und nicht Konto, weil es früher ein tatsächliches Buch war (und zum Teil noch immer ist). 

Kunden konnten zur Bank gehen, einen Sparbetrag einzahlen und die Buchungen wurden dann in dem Buch vermerkt.

Mittlerweile haben sich viele Banken dem klassischen Buch abgewandt und dieses durch eine “Sparcard” ersetzt.

Die Zinssätze liegen beim Sparbuch heute selten über 0,02%. 

Für wen lohnt sich das Sparbuch also noch zum Geld sparen?

Am beliebtesten ist das Sparbuch heute noch immer bei Kindern. 

Gerade für Kinder ist es schön, ein physischen Produkt in der Hand halten zu können, um den sonst eher abstrakten Gedanken vom Sparen zu verstehen.

Banken bieten Kindern auch bessere Zinsraten oder spezifische Sparbuch-Arten, zum Beispiel das Führerscheinsparbuch.

Für alle anderen ist das Sparbuch kaum zum Sparen geeignet. 

Auch das Sparbuch unterliegt der Einlagensicherung.

Festgeldkonto zum Sparen

Das Festgeldkonto bietet die attraktivsten Renditen unter den klassischen Sparkonten mit Einlagensicherung. 

Mit dem Festgeldkonto wird ein bestimmter Sparbetrag für einen festgesetzten Zeitraum auf das Konto eingezahlt und mit einem festen Zinssatz verzinst. 

Der Zinssatz wird je nach Sparbetrag und Sparzeitraum festgesetzt und kann über 2% betragen. 

Somit bietet das Festgeldkonto als einziges klassisches Konto die Möglichkeit, die aktuelle Inflationsrate zu übertreffen und den Wertverlust des Ersparten zu vermeiden. 

Während die hohen Zinsraten ein klarer Vorteil sind, bietet das Festgeldkonto auch einen Nachteil: Das Geld ist für den festgelegten Zeitraum unzugänglich, kann also nicht ohne weiteres abgehoben werden.

Aus diesem Grund eignet es sich eher für mittel- bis langfristige Sparziele, aber auch nur dann, wenn genug Geld in den Notfallreserven vorhanden ist.

ETF Sparplan zum Sparen

ETF-Sparpläne sind eine besonders beliebte Möglichkeit, um langfristig bis sehr langfristig Vermögen aufzubauen. 

Beim Sparen mit dem ETF Sparplan wird regelmäßig eine wiederkehrende Geldanlage in einen Exchange Traded Funds angelegt. 

Viele Menschen nutzen ETF Sparpläne, um über Jahre (und Jahrzehnte!) hinweg regelmäßig Geld zu sparen.

ETFs sind börsengehandelte Investmentfonds, die die Wertentwicklung eines Index, wie zum Beispiel dem deutschen DAX, abbildet.

Anstatt in einzelne Aktien zu investieren und ein vergleichsweise höheres Risiko zu tragen, wird durch einen ETF in einen ganzen Markt investiert. 

Das Investitionsrisiko wird dabei auf die Entwicklung mehrerer Unternehmen verteilt. Man spricht hier von Diversifikation. 

Vor allem im Hinblick auf die Altersvorsorge bieten ETFs einige attraktive Vorteile. 

Denn historisch gesehen liegt die Rendite der beliebtesten ETFs deutlich über denen der “einfachen” Sparkonten.

Worauf es beim Sparen mit dem ETF Sparplan ankommt und worauf du achten solltest, erklärt dir der Finanzrocker in seinem Beitrag: Mit ETF-Sparplänen dem aktuellen Zinstief entkommen

Wo kann ich sparen?

Zugegeben, das war ein ziemlich langer Artikel.

Doch dafür weißt du nun alles, was du wissen musst, um mit dem Geld Sparen anzufangen.

Du hast gelernt, wie viel Geld du jeden Monat sparen solltest und sparen kannst, wie du dir mit einem Haushaltsbuch den Überblick verschaffst und Sparpotential entdeckst, und welche Sparprodukte am besten für dein individuelles Ziel geeignet sind. 

Zum Abschluss findest du hier noch ein paar Spartipps, die dir den Anfang einfacher machen werden.
Die volle Liste mit allen Spartipps findest du hier: 50 Tricks zum Geld sparen in 2019

Spartipps für den Haushalt

1
Plane deinen Einkauf und gehe mit einer Einkaufsliste einkaufen. Auf diese Weise verringerst du Impulskäufe und nimmst nur das mit, was du auch wirklich brauchst.
2
Reparieren statt kaufen. Muss es wirklich immer gleich neu sein oder kann man kleine Mängel auch einfach selbst reparieren?
3
Bei der Anschaffung von Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine & Co. solltest du auf die Energieeffizienz der Geräte achten. Es macht Sinn vor dem Kauf die Nutzungsdauer des Modells, sowie die Wasser- und Stromkosten zu vergleichen.

Spartipps für den Alltag

Kündige deine nicht genutzten Abos. Oft beginnen wir Abos und vergessen dann, das diese uns Monat für Monat das Geld vom Konto ziehen, oder wir wollen lediglich den Probezeitraum nutzen und kündigen dann doch nicht.

Dank dem Internet gibt es eine Vielzahl kostenloser Workouts oder Yogakurse online. Nutze das Angebot anstatt Gebühren in einem Fitnessstudio zu zahlen, zu dem du eventuell früher oder später doch nicht mehr hingehst.

Verkaufe deine alten Sachen, wenn du sie nicht mehr benötigst. Auszumisten fühlt sich gut an und du kannst mit den Dingen, die bei dir nur verstauben, vielleicht auch noch was verdienen. 

Spartipps für die Familie

Überprüft eure Versicherungen mindestens einmal im Jahr! Wie haben sich eure Bedürfnisse verändert? Braucht ihr noch alles?

Stellt einen Speiseplan für die ganze Woche auf. Das hilft nicht nur beim Einkaufen, sondern lässt dich auch verschiedene Zutaten kombinieren. Du sparst nicht nur Gelds, sondern auch Zeit!

Bringe deinen Kindern früh den Umgang mit Geld bei! So kannst du im Familienalltag nicht nur Geld sparen, sonder gemeinsam mit den kleinen ein Puffer für ihre Zukunft zurücklegen.

Spartipps für den Urlaub

Organisiere deine Reise selbst! Pauschalreisen binden dich an Hotels, Fluggesellschaften und Urlaubsorte, die zusammen häufig deutlich teurer sind, als eine selbst geplante Reise. Wer Zugang zum Internet hat, kann sich im Handumdrehen einen eigenen Reiseplan erstellen.

Bringt Snacks. Egal ob für den Flug oder die Sightseeing Tour: ein kleiner Snack aus der eigenen Tasche ist deutlich günstiger als die Angebote unterwegs und stillen den kleinen Hunger genauso gut.

Such dir eine Unterkunft, die zu dir passt. Hotels sind eine sorgenfreie Übernachtungsmöglichkeit – aber muss es wirklich das Doppelzimmer mit Minibar sein? Informiere dich über (günstigere) Alternativen, zum Beispiel bei Airbnb oder Couchsurfing.

Zuper Dashboard

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